smooth.
    and more.
        

History

Wie so vieles, beginnt alles mit einer Geschichte und meine lautet ungefähr so.

Als ich unterwegs war, hatte meine Mum ein kleines rotes Kofferradio, was sie, glaube ich, in ihren Schulunterricht zusammengebastelt hatte. Irgendwann nach ein paar Jahren sah ich es wohlgehütet in einer Schublade, wo es mein Opa aufbewahrte. Dieses Kofferradio legte sie sich zum einschlafen oft auf ihren Bauch und es hatte wohl den Anschein, dass es mir gefallen hatte, weil ich dann nicht mehr gestrampelt habe.

Das Phänomen "Gefallen an der Musik" setzte sich ungehemmt weiter fort. Beim Besuch meiner Großeltern lauschte ich den Klängen von diversen Schallplatten die aus einen rauschenden Standbodenlautsprecher ertönten. Die größte Freude meines Opas war es mir sein Lieblingslied von Peter Alexander, die kleine Kneipe, vorzuspielen. Immer wenn er es auflegte, strahlte ich immer wie ein Honigkuchenpferd.

So bekam ich nach und nach immer mehr musikalische Eindrücke, die mich im Laufe meines Lebens beeinflusst haben. Wie z.B. auch die Fernsehsendung "Formel Eins" in den 80er Jahren, die ich auch bei meinen Großeltern sah, aus der ich so einige Infos beziehen konnte, was den einen oder anderen derzeitigen Künstler betraf. Wobei es nicht ganz einfach war, weil meine Omi mir standfest ihre Meinung gesagt hatte, es sei Hottentotten-Musik. Ihre Favoriten kamen aus der Welt der Klassik, Operette und ähnlichen, da war es schon recht gewöhnungsdürftig für sie.

Bei allen Anstrengungen aus mir etwas seriöses werden zu lassen, wuchs in mir jedoch immer mehr der Wunsch etwas mit Musik zu machen, der auch lange in mir vor sich hin schimmerte. Bis ich irgendwann (zwischen 1996 - 98) dann während meiner Ausbildung zum Bürokaufmann ab und an auf sog. Disco-Partys bei einen meist kleinen Stammpublikum von ca. 10 - 20 Leuten auflegen durfte. Wobei ich das eigentlich als laute Radioshow ohne Moderation empfand, weil man dort eben nicht vom Mixing in dem Sinne sprechen konnte und ich die Charts rauf und runter spielte, aber es hat viel pfeetz gemacht und habe somit so manchen Abend mit Musik versüßt.

Mein Interesse am CDs auflegen stieg letztendlich soweit, dass ich mir ein DJ-Set besorgte. Es dauerte auch nicht lange als ich dann einwenig bei dem sogenannten Vinyls schwach wurde. Zugegebenermaßen wusste ich zwar noch nicht genau, was ich damit anfangen konnte und es schimmerte eine kleine Weile vor sich hin, bis eigentlich ein trauriger Anlass mich als Erbfolgender der Schallplattensammlung meiner Großeltern ansah. Meine Gedanken waren hin und her gerissen und ich suchte immer wieder ein musikalisches Ventil. Doch dann kam der Augenblick wo ich dachte, jetzt erst recht. Von dort an kaufte ich fleißig Platten.

Nun galt es die Kunst des Djing zu erlernen, nur wie? Eines Tages saß ich in einen Café wo ich des öfteren ein Cappuccino schlürfte und da lag ein kleines Heftchen aus. Ich blätterte es mal so aus reiner Neugier durch. Dann fand ich einen Artikel über die vestax dj-school wo ein Interview mit den Dozenten geführt wurde. Daraufhin bin ich neugierig geworden und ging in den Plattenladen, bei den ich bereits Kunde war. Ich erkundigte mich danach und dann dauerte es auch nicht lange als ich mir die Sache von der Nähe betrachten konnte. Nun bin ich schon eine ganze Weile dabei und habe einiges lernen können und ich habe das Gefühl, ich werde noch sehr viel lernen.. Gigs in einem kleinen Club in Offenbach waren schon drin und sie waren auch erfolgreich.

Handicap & Kunst

Ja es ist möglich, trotz meiner feinmotorischen Bewegungs-
einschränkung und Sehschwäche ist es mir gelungen die Kunst des Auflegens zu erlernen. Wesentliche Eigenschaften wie musikalisches Gefühl und den Wunsch eine angenehme Atmosphäre zu schaffen haben mich dazu gebracht.

Die Vorurteile kann ich nicht aus den Köpfen radieren, aber wer sich auf mich eingelassen hat, dem war es nicht unangenehm, bzw. sah es als Herausforderung und Lerneffekt, dass ich der Allgemeinheit auch etwas positives geben kann.



DJ   •   Remixer  •  Producer
ble>